WendePunkt PENSION.
Segensfeier für Menschen rund um den Pensionsantritt.
Donnerstag, 23.
September 2010 um 18 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche am Schloßbergplatz, Graz.
Im Laufe eines Lebens
gibt es immer wieder sog. "WendePunkte". Der Pensionsantritt ist
einer davon, wo ein neuer Lebensabschnitt beginnt. An diesem WendePunkt lädt
die kath. Kirche ein, im Rahmen eines Gottesdienstes "Für das Vergangene:
Dank - für das Kommende: JA!" (Dag Hammarskjöld) zu sagen und den
weiteren Lebensweg unter den Segen Gottes zu stellen.
Eingeladen sind
Frauen und Männer, die kurz vor oder nach ihrem Pensionsantritt stehen.
Zelebrant: P. Leo
Thenner SDS
Ansprachen: Dr. Kurt
Zisler, Maria Kern (seit kurzem in Pension)
Rendezvous mit der Vergangenheit auf
der Romantischen Straße.
Nachdem uns die Beschaffenheit der von uns besuchten Orte
und Sehenswürdigkeiten jafrisch im
Gedächtnis haftet, berichte ich eher vom Umfeld einer lehrreichen Fahrt in
unser Nachbarland. Die Gründe für diese gelungene Reise sind mannigfaltig. Es
beginnt schon mit der Ausstattung unseres Reisebusses, in dem wir uns, bedingt
durch reichlich Fußfreiheit und Panoramablick aus dem ersten Stock, wie ineinem Wohnzimmer fühlen. Unser Pilot, Herr Peter
Unger, vermittelt uns durch seine ruhige, besonnene Fahrweise Sicherheit.
Gut gelaunte, wissbegierige, Passagiere tragen das ihrige zum Klima bei. Wir
empfehlen uns SEINEM Schutz und – los geht’s. Unser versierter Reiseleiter,
Herr
Dr. Hofer, hat
kurzerhand seinen Sitz in der Fahrerkabine zum „Lehrstuhl“ umfunktioniert und
stimmt uns auf das Kommende ein. Als Theologe und Historiker versteht er es
sehr gut den Bogen von Vergangenem zu aktuellen Ereignissen zu spannen. Damit
der Stoff nicht gar zu trocken ausfällt, durchsetzt er selbigen mit amüsanten
Anekdoten und wohltuenden Pausen. An unserem ersten Ziel, Regensburg
umfängt uns im Zentrum schon ein Hauch von Mittelalter, aber auch eine Spur EU
(Französin Catharine führt durch den Dom). Ab nun erfahren wir durch unseren
Experten Wissenswertes über Baukunst, Stilrichtungen, technische Details und
ihre historischen Zusammenhänge, wohldosiert. Plausible Erklärungen für die
(lang zurückliegende?) Verquickung von kirchlichen und politischen Ämtern
fehlen ebenso wenig wie Daten und Fakten zur Vergangenheit. Den Tag lassen wir
nach reichlicher Nahrungsaufnahme in Bad Windsheim ausklingen. Anderntags
bestaunen wir in Würzburg Sakralbauten, Marktplatz und die
meterdicken Mauern der Festung um uns anschließend an Frankfurtern,
fränkischen Brötchen und steirischem Gerstensaft zu delektieren.
Zugegeben, ein opulentes „Rittermahl“ auf einer Burg sieht anders aus. Dafür
können wir alles im buseigenen „Refektorium“ genießen. Essen auf Rädern,
sozusagen. Solcherart gestärkt erreichen wir über mehrere Stationen, welche
allesamt bemerkenswerte Kulturobjekte beinhalten, Rothenburg o.d.T.:
Man hat den Eindruck, dass hier Mittelalter „gelebt“ wird. Wären da nicht die
unüberhörbaren Geräusche abrollender Pneus von Opel & Co, könnte man sich
wirklich 500 Jahre zurückträumen. Ein Rundgang auf der Stadtmauer bleibt
unvergessen. Leider sorgt plötzlicher „Segen von oben“ für einen etwas
beschleunigten Rückzug, um noch trockenen Hauptes das bus-interne „Bistro“ zu
erreichen. Der dritte Tag beschert uns nebst gutem Wetter imponierende
Eindrücke in malerischen Orten. Überall herrscht bemerkenswerte Sauberkeit und
Frische. In Nördlingen nötigt uns der Rundblick vom Turm Daniel,
den wir über 350 Stufen besteigen, gehörigen Respekt ab. Sehen wir uns doch aus
90 Metern Höhe in einem riesigen, mit Sediment gefüllten Krater, den der
Einschlag eines gewaltigen Meteoriten hervorbrachte. Betritt man in Augsburg
den Dom, drängen sich einem wirklich nur Superlative auf. Über solche
Dimensionen kann man nur staunen. Durch den Besuch der Fuggerei bekommen
wir Einblick über ein frühes Bemühen um „Soziales“ in einer Zeit, in der das
sicher noch nicht „Programm“ war. Tags darauf verweilen wir in Steingaden,
wo wir die Rokokokirche (Weltkulturerbe) auf uns wirken lassen.
Schlichtheit hatte in dieser Epoche sicher keinen großen Stellenwert.
Angesichts solchen Prunkes halten sich die Gedanken bei jenen Menschen auf, die
all diese von uns Heutigen bestaunten Werke, erst möglich machten. Auf Schloss
Hohenschwangau war schon sehr früh der Luxus zuhause, inklusive Heißwasser
und elektrischer Strom. Tag fünf: Um zum letzten Fixpunkt, Schloss
Neuschwanstein zu gelangen, müssen ein paar Höhenmeter überwunden werden.
Einige von uns nehmen dazu zwei Norika-PS in Anspruch, um ihre Kräfte für die
(gefühlten) 900 Stufen während der Führung zu schonen. Dem Erbauer dieses
„Märchenschlosses“ war allerdings nur kurze Zeit vergönnt, diese Pracht auch zu
genießen. Auf der Marienbrücke, hoch über Schloss und Tal, kommt einem
unwillkürlich Ludwig Uhland`s Ballade in den Sinn: Es stand in alten
Zeiten..........weit glänzt` es überdie Lande bis.......... Ein gelungener Schlusspunkt. Auf der
Rückreise erfreuen wir uns, sangesfreudig, noch an der vorbeiziehenden
Landschaft. Gesund angekommen sage ich Dank dem Kapitän unseres
Straßenkreuzers, der uns gesund an alle angepeilten Ziele brachte, sondern auch
dafür sorgte, dass wir weder darben mussten, noch Gefahr liefen, auszutrocknen.
Dank dem Reiseleiter, welcher uns nippen ließ aus dem Born seines umfassenden
Wissens und diese Fahrt wirklich zur Kultur- Reise machte. Danke dem
stets einsatzbereiten „Expeditionsarzt“ Herbert Nussener, welcher vor
unliebsamer Reisekrankheit bewahrte. Übergroßen Dank an die umsichtige und
stets fürsorglicheErika Bergmann („mastermind“).
Danke der Reisegruppe für die hervorragende Stimmung in allenSituationen!
Hans Schroller
Unterstützungsprojekt für Jugendliche in den Pfarren St. Elisabeth/Webling und Gösting
Paten unterstützen arbeitsuchende
Jugendliche
Information für
Patinnen und Paten
Tätigkeiten • Je ein Pate und ein Jugendlicher
bilden ein Team • In einer vertraulichen Beziehung
werden Fragen zur Arbeitssuche besprochen: z. B.
Umgangsformen, Interessen, Bewerbungsunterlagen … • Im Mittelpunkt steht das Gespräch • Das Projektteam steht jederzeit für
Fragen zur Verfügung: z. B. bei AMS–Angeboten • Paten arbeiten freiwillig und
unentgeltlich
Zeitlicher Aufwand • Betreuungsdauer max. 3 Monate,
klarer Abschluss • Regelmäßige Kontakte mit einem
Jugendlichen – nach gegenseitiger Vereinbarung • Teilnahme an Start- (Einschulung)
und Abschlusstreffen • Kontakt zum Projektteam: Fragen, „Zwischenstand“
Wichtig: Diskretion
Gründe als Pate zu
fungieren können sein: Bereitschaft zu helfen; Weitergabe von
Erfahrung weitergeben; Freude am Kontakt mit
Jugendlichen; gesellschaftspolitisches Engagement
DANKE!
Kontakt/Fragen: Angela Kamper, Pfarren St. Elisabeth
und Gösting: 0676/87 42 9003 Bernhard Schwarzenegger,
Arbeitslosenfonds: 8015 – 614
Starttreffen: Montag, 8. März 2010, 17.00 bis ca. 18.30 Uhr, Pfarre St. Elisabeth
„Gemeinsame Zukunft für die Generationen“
Unter
diesem Titel wurden beim Studientag der Katholischen ArbeitnehmerInnen-bewegung
Steiermark (KAB) am 16.Jänner 2010 in der Otto-Möbes-Akademie die
Themenschwerpunkte Jugendarbeitslosigkeit, Generationenvertrag und Umverteilung
beleuchtet.
Mag.a Veronika Krysl, Mitarbeiterin derRechtswissenschaftlichen Fakultät
Graz, sprach in ihrem Statement über den Wertewandel und gab anhand der
Ergebnisse von Studien sowohl einen Einblick in die Arbeitswelt der Jugendlichen
als auch in die der älteren Menschen. Im Anschluss daran legte sie als
Grundlage für ein gutes Miteinander der Generationen mögliche Ansätze einer
ökonomischen Umverteilung, wie zB. den Einbau einer „Generationenverträglichkeitsprüfung“
und die Grundlagen der Ökosozialen Marktwirtschaft, dar.
Margit Ablasser, Regionale Jugendreferentin im Mürztal, ging
in ihrem Statement – nach einer Videoeinspielung, in der drei Jugendliche ihre
Situation als Arbeitsuchende schilderten – auf die aktuelle Situation der
Jugendlichen im Rahmen ihrer Arbeitsuche ein und berichtete von vorbeugenden
Initiativen wie „I´am“, mit denen die Kath. Jugend versucht, die Jugendlichen
auf die Arbeitswelt vorzubereiten.
Heimo Seiner, Vorsitzender der KAB Steiermark, zeigte in
seinem Statement mögliche Ursachen der Jugendarbeitslosigkeit sowie den Wandel
in der Arbeitswelt auf und machte auf die Gefahr der „prekären
Arbeitsverhältnisse“ und der Auswirkungen der Wirtschaftskrise aufmerksam.
In
den anschließenden Arbeitskreisen zu den Schwerpunktthemen wurde eine Reihe von
Anliegen der KAB herausgearbeitet, wie z.B.
- Im Rahmen der
unbedingt nötigen Reform unseres Bildungssystems ist auch ein spezielles Augenmerk auf die
Elternbildung zu legen
- Da derzeit 92 %
aller Steuern die 200 Mrd Euro Erwerbseinkommen belasten und nur6 % (!) die 2.100 Mrd Euro Geld- und
Sachvermögen, müssen künftig unsere Sozial- systeme (Stichwort
"Generationenvertrag") vermehrt durch kapital- und vermögensorientierte Besteuerung wie Transaktionssteuer,
Besteuerung von Stiftungserträgen und Wertschöpfungsabgaben finanziert
werden.
- Bei Geldanlagen
soll - besonders auch in kirchennahen Bereichen - auf so genannte
"ethnische Investments" geachtet werden.
Eine weitere
Erkenntnis vieler TeilnehmerInnen war, dass jede/r Einzelne/r einen Beitrag
leisten kann, in dem sie/er den Jugendlichen zuhört, sie ernst nimmt und sie
nach ihren/seinen Möglichkeiten aktiv unterstützt.
Eine konkrete
Möglichkeit bietet das von der KAB seit einigen Jahren gemeinsam mit der Jugend
und dem Arbeitslosenfonds der Diözese durchgeführte Projekt „Paten unterstützen Arbeit suchende Jugendliche“.
Nähere Informationen:
Kath. ArbeitnehmerInnenbewegung Steiermark, Tel. 0316/8041-326
Verena Hohenadler
Sonntagsöffnung: Richtungweisendes Urteil des Deutschen Bundesverfassungsgerichtes
„Der Sonntag ist und bleibt heilig“! Ein für Europa richtungweisendes Urteil fällte das deutsche Bundesverfassungsgericht, in dem es die Sonntagsöffnung der Geschäfte in einigen deutschen Bundesländern für verfassungswidrig erklärt.
Damit ist aus Sicht der Katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung der Steiermark ein wichtiger Sieg gegen den grenzenlosen Konsumrausch errungen. Nicht nur für Deutschland und nicht nur für die Kirche, sondern für die Menschen und die Familien.
Die KAB Steiermark erinnert in diesem Zusammenhang an das gemeinsame Memorandum der steirischen Kirchen und Sozialpartner, indem bereits im Mai 2008 der gemeinsame Wille dokumentiert wurde, den Sonntag in unserer Gesellschaft als einen regelmäßigen, gemeinsamen freien Tag
einen Tag der Begegnung, der Familie und der Gemeinschaft
einen Tag der Besinnung, des Gottesdienstes und des Feierns
einen Tag mit freier Zeit zum Leben
sicherzustellen.
Gerade im Hinblick auf den 8. Dezember sollten wir nicht vergessen, dass dieser Tag ein solcher Tag des Ausruhens, der Besinnung inmitten des manchmal so hektischen vorweihnachtlichen Treibens sein kann.
Daher mein Adventwunsch: Nehmen wir am 8. Dezember eine Auszeit vom Trubel!