Karfreitag
Am Karfreitag feiert die katholische Kirche mit großem Ernst, dass Jesus Christus, erfüllt von Liebe zu Gott und den Menschen, am Kreuz sein Leben hingegeben hat. Das Kreuz, ursprünglich Zeichen des Hasses und der Gewalt, wurde durch ihn zum Zeichen der Liebe und des Heils.
Fasten Der Karfreitag ist für katholische Christen ein "strenger" Fasttag, an dem Sie kein Fleisch essen und sich nur einmal am Tag sättigen sollen. Kinder, Alte und Kranke sind nicht zum "strengen" Fasten verpflichtet.
Feiern In der Liturgie des Karfreitags wird die Leidensgeschichte Jesu (die Passion) aus dem Johannesevangelium vorgetragen. Nach den "Großen Fürbitten" für Kirche und Welt erfolgt die Kreuzverehrung, in der Gläubige ihre Liebe zu Christus und allen Leidenden ausdrücken. Am Karfreitag findet keine Eucharistiefeier statt, sondern nur eine Kommunionfeier mit Hostien, die bereits am Gründonnerstag konsekriert worden sind. Die liturgischen Gewänder sind von roter Farbe (Blut, Liebe, Leben).
Brauchtum Im Karfreitagsgottesdienst schweigt die Orgel und auch die Kirchenglocken bleiben stumm. Kindern erzählte man früher, die Glocken flögen am Gründonnerstag nach Rom, um erst zu Ostern wiederzukehren. An Stelle der Glocken ruft man mancherorts mit Ratschen und Holzklappern zum Gebet.
In Österreich ist im Unterschied zu vielen Bundesländern Deutschlands und zur Schweiz der Karfreitag kein gesetzlicher Feiertag für die Allgemeinheit. Nur für evangelische Christen ist dieser Tag arbeitsfrei.
mj/kv
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