„Die Kirche wettert gegen Abtreibung, verbietet Kondome und lässt in Afrika die Menschen an Aids krepieren.“
Mit solchen und ähnlichen Vorwürfen werden Mitarbeiter/innen der Kirche immer wieder konfrontiert. Man traut unserer Kirche oft nicht zu, dass sie die Realität des Lebens ernst nimmt und Menschen auch heute in wichtigen Fragen der Lebensgestaltung kompetent begleiten und unterstützen kann. Katholische Positionen werden oft verzerrt oder gar falsch wiedergegeben.
Freunde und Freundinnen des Lebens Wenn unsere Diözese dieses Jahr zum „Lebensjahr 2008“ ausruft, dann unterstreicht sie damit, was die „Botschaft von Mariazell“ (Mitteleuropäischer Katholikentag 2004) verkündet:
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„Entschiedene Christen sind Freunde des menschlichen Lebens in allen seinen Dimensionen: Freunde des geborenen und des noch nicht geborenen, des entfalteten und des behinderten, des irdischen und des ewigen Lebens. Dieses Leben ist heute besonders an seinem Anfang und seinem Ende bedroht. Wir werden daher unsere Kraft von Hirn, Herz und Hand einsetzen, um Menschen und ihre Umwelt zu schützen und zu entfalten.“ | Engagiert, kompetent und klug
Alle Pfarren und Dienststellen, alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kirche sind aufgerufen, auf die zahlreichen Lebenshilfe-Angebote der Kirche aufmerksam zu machen, die verschiedenen diözesanen Aktionen (Osterspeisensegnung, Friedhofsaktion zu Allerheiligen, Gruß- und Hausbesuchsaktion im Advent) tatkräftig zu unterstützen und auch in regionalen und pfarrlichen Veranstaltungen engagiert, kompetent und klug für die Würde des menschlichen Lebens einzutreten.
Vom Evangelium inspiriert
In allen diesen Vorhaben wollenwir uns vom Evangelium, vom Wort Christi inspirieren lassen: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben, und es in Fülle haben!“ (Joh 10,10).
Menschliches Leben von Gott anzunehmen und zu fördern, es zu heilen, wo es verwundet ist, Vergebung zu finden, wo es schuldig geworden ist, es mit anderen großzügig zu teilen und begeistert zu feiern, es auch in schwierigen Situationen zu bejahen und schließlich in Liebe und Würde zu vollenden – das ist die große Herausforderung, die Gott uns allen zumutet. Nehmen wir seine Herausforderung an, indem wir einander und anderen dabei helfen, das „Leben in Fülle“ zu entdecken.
Karl Veitschegger (kirche:konkret 02/08)
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