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Referat für Liturgie |
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Häufig gestellte Fragen
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| Kathedrale - Dom - Basilika
| | Die Kathedrale
Überall wo es einen Bischofssitz gab, also eine Kathedra, gab es eine über diese Kathedra gebaute Kirche. Insofern bezeichnet diese Kirche die Funktion einer Bischofskirche.
Dass ein Sitz (Bischofssitz, Amtssitz, ...) die Bezeichnung für einen Lehrer oder Bischof ist, hängt damit zusammen, daß es zur Zeit der frühen Kirche nicht üblich war, auf einem Stuhl zu sitzen, sondern auf dem Boden. Einem alten oder gebrechlichen Menschen fällt das Hinhocken und besonders das Aufstehen schwer; ihm einen erhöhten Sitz zu geben war eine Form der Höflichkeit. Und die Höflichkeit wird dann leicht zur Ehrung. - Wer im Kreis von Zuhörern spricht vorträgt oder lehrt, ist leichter verständlich, wenn er erhöht sitzt. Ist eine solche Aufgabe institutionalisiert, wird der Sitz schnell zur Amtsauszeichnung.
Der Richter hatte allgemein das Vorrecht eines Sitzes, der König oder sein hoher Beamter das eines Thrones, der noch dazu durch Stufen über das allgemeine Niveau des Bodens erhoben war.
Im Judentum hatte der Rabbi in Israel seinen Amtssitz. Bei Matthäus 23,2 heißt er der “Mose-Stuhl” und ist selbstverständliches Kultmobilar zum Gebrauch des Synagogenvorstehers. Es galt als Axiom: Wer amtlich lehrt, sitzt auf einem Sessel. Schon im 3. Jh. ist der Bischofsstuhl geradezu identisch mit dem Amt und bezeichnet es.
So ist die Haupt- und Mutterkirche eines Bistums, wo die Kathedra des Bischofs steht die Kathedrale. Jede Pfarre feiert auch den Weihetag der Kathedrale in Erinnerung an die Einheit mit dem Bischof.
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| | In der Neuzeit wurde statt des Begriffes Kathedrale der Name Dom (lat. domus = Haus) üblich. Ursprünglich galt dieser Begriff der bischöflichen Hauskapelle. Manche bedeutende Sitftskirchen oder Pfarrkirchen werden volkstümlich als Dom bezeichnet, auf Grund ihrer Größe, die an den Dom (= Kathedrale) erinnert.
Die Bezeichnung “Münster” wird abgeleitet vom lat. monasterium = Kloster, und meint ursprünglich den gesamtem Gebäudekomplex von Klöstern und Stiften, steht dann aber nur für deren Gotteshaus. Bei Kathedralen wohnten die zum Gebet beauftragten Priester des Domkapitels oder es gab sogar Domschulen mit einem dem Kloster ähnlichen Charakter. Der Name Münster hat sich deshalb , außer für Klosterkirchen, auch für einige Kathedralen (Straßburg) und Stiftskirchen (Freiburg i Br., Ulm, Essen u.a.) erhalten.
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| | “Basilika” ist der seit der konstantinischen Zeit (ab 4.Jh.) weit verbreitete Name für eine Kirche. Der Bautyp der Basilika ist profanen Ursprungs, und war im römischen Weltreich ein Typ des Amtsgebäudes, das die Versammlungen zu öffentlichen Betätigungen aller Art (Gerichtsverhandlungen, Handels und Börsengeschäften, politischen Aktionen, kaum aber zu kultischen Zwecken) ermöglichte.
Die Wortform leitet sich von basileus (König) ab, und ist für die Kirche wahrscheinlich im Sinne von “königlicher Prachtbau” übernommen worden.
In der Kunstgeschichte versteht man unter Basilika (als Gegenpol zur Hallenkirche) einen Längsbau, dessen Mittelschiff höher ist als die durch Säulen abgetrennten Seitenschiffe.
Im Kirchenrecht bezeichnet Basilika eine Kirche, die durch besondere Privilegien ausgezeichnet ist. Aufgrund historischer Vorrechte führten einige Kirchen Roms und des Abendlandes den Ehrentitel “basilicae majores” und “basilicae minore”. Hier hat sich die ursprüngliche Verwendung des Names “basilica” für etwas Hervorragendes oder Bedeutendes niedergeschlagen.
Basilicae majores sind vor allem die alten Patriarchatsbasiliken Roms (Kirchen des Patriarchen von Rom): St. Johann im Latern, St. Peter am Vatikan, St. Paul vor den Mauern, St. Maria Maggiore und St. Laurentius. Ihnen gleichgestellt ist S. Francesco in Assisi und die Portiunkulakirche.
Seit dem 18. Jh. erhielten zudem einige bedeutende Kirchen und Kathedralen, später auch viele Wallfahrtsorte den Titel einer basilica minor. Die damit verbundenen Privilegien (etwa hinsichtlich liturgischer Kleidung) sind heute unbedeutend geworden.
Mag. Erwin Löschberger (E-Mail)
|  |  Basilika Stift Rein |  |
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