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Kunst im Kirchenraum

Pfarr- und Wallfahrtskirche Fernitz
Wer den Kircheninnenraum betritt, kann den neuen Altar nicht übersehen, denn das Licht des gotischen Raumes bricht sich in dem würfelartigen Glaskörper und lenkt die Aufmerksamkeit auf ihn, obwohl im Hintergrund der vergoldete neugotischen Hochaltaraufbau dominierend leuchtet. Vor der Renovierung war der Altarraum durch eine neugotische Kommunionbank vom übrigen Raum abgetrennt. Jetzt fließt der Altarraum in den Volksraum über.

Altarraum
Ein schlichter aber sorgsam verarbeiteter Körper, der die Botschaft der Schöpfung als Basis für das Geheimnis der Feier der heiligen Messe entfaltet. In früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten hat es rund um diese Wallfahrtskirche viele Mühlen gegeben, die für das tägliche Brot unersetzlich waren. Der Grazer Künstler Werner Schimpl hat diese Tradition aufgegriffen und einen Ort für das himmlische Brot gestaltet. Sieben Mühlsteine wurden übereinander geschichtet und durch sieben Glaskörper transformiert.

Altar
Der unterste Mühlstein ist ohne Glashülle, der siebente Glaskörper ist ohne Mühlstein - frei für die Feier des Sonntags mit der Eucharistie als ihrer Mitte. Das Eingespannt sein zwischen Arbeit und Ruhe, zwischen Alltag und Sonntag wird zur bleibenden Herausforderung für die Christen in Fernitz und für die ganze Gesellschaft.

"Ein harmonisch-ausgewogener Block aus zwei gegensätzlichen Materialien, der Stein auch als irdisches Element, das Glas als transparente, geistige Komponente, lassen uns vielleicht Jesus als irdisches und göttliches Wesen begreifen." (Werner Schimpl)


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Fernitz
Ein gelungenes Beispiel - vom künstlerischen Aspekt und für die feiernde Gemeinde - ist die Innenrenovierung der Pfarr- und Wallfahrtskirche Fernitz, südlich von Graz. Vier steirische Künstler wurden eingeladen, Entwürfe für Altar, Ambo und Sessio im Rahmen eines kleinen Wettbewerbes einzubringen. Der Entwurf von Werner Schimpl aus Graz wurde von einer Fachjury (Gutachter der Diözesankommission für Liturgie, Pfarrvertreter und ein Vertreter des Denkmalamtes) als die beste künstlerische Antwort für diesen von der Gotik und der Neugotik geprägten Raum ausgewählt.
Der Ambo - Ort der Verkündigung der Heiligen Schrift - ist ganz aus Glas, einem Hauptelement gotischer Baukunst. Er ist nur dafür bestimmt, dem Buch der Bücher Platz zu geben, so dass alle dieses Buch sehen können. Wenn die Bibel im Gottesdienst wichtig ist wird auch dieser Ort wichtig. Außerhalb der Gottesdienste tritt dieser Ort in den Hintergrund.
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