| 1974 wurde die Idee eines telefonischen Hilfsdienstes, die der Berufschulkatechet E. Goldner nach Graz gebracht hatte, vom Priester und Schriftsteller Martin Gutl und vom Theologen und Psychotherapeuten Franz Weritsch verwirklicht. Sie gründeten die Telefonseelsorge.
Schon zehn Jahre lang boten damals nach deutschen Vorbild in Linz und in Wien Mitglieder der Gemeinschaft der „Frauen von Bethanien“ mit ehrenamtlichen Helfer/innen einen Notrufdienst an.
"Erfunden" wurde die Telefonseelsorge im angelsächsischem Raum. In New York boten erstmals 1892 Geistliche ihre Telefonnummern in Zeitungen an und luden Suizidgefährdete zum Gespräch. In England verwirklichten der Baptistenpfarrer West und der anglikanische Priester Chad Varah, der Gründer der "Samaritans, ähnliche Ideen und bauten sie aus. Am 2. November 1953 gab Chad Varah in der "Times" die Anzeige auf: "Before you commit suicide, ring me up. Telephone Mansion House 9000". Dieses Datum gilt allegemein als die Geburtsstunde der Telefoneelsorge.
Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge Graz kommen aus allen im Ökumenischen Forum in der Steiermark vertretenen Kirchen.
Im März 1975 nahmen in Graz 30 MitarbeiterInnen die ersten Anrufe entgegen, etwa 20 jeden Tag, bald 8000 im Jahr.
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